Killerspiele - ein Thema, über das regelmäßig berichtet wird. Gewisse Killerspiele-"Expterten" sehen in den Spielen ein Grund für zahlreiche Amokläufe, auch wenn wissenschaftliche Erkenntnisse dagegen sprechen. Der bayrische Ministerpräsident sprach sogar von dem Unsinn, dass "Killerspiele Grund für S-Bahn-Mord" seien.

Immerhin, so die Logik derer, die nie ein Computerspiel gespielt haben, würden die sogenannten Killerspiele zum töten animieren und quasi dem Spieler das nötige Rüstzeug dafür geben. So ist ein weit verbreitetes Standardargument, Ego-Shooter würden den Spielern das Schießen beibringen. Sie würden auf Morden trainiert.

Nicht nur der gesunde Menschenverstand widerspricht, sondern auch ein US-Forscher. Dieser widerlegt die Meinung, dass "Killerspiele"-Spieler besser für Kriegseinsätze trainiert sind [1].

In dem Artikel der Los Angeles Times geht es um die Frage, welcher Soldatentypus besser die Umgebung wahrnimmt und mögliche "Anomalien" - zum Beispiel versteckte Bomben am Straßenrand - entdeckt.

Wenig erstaunlich: Die Computerspieler schneiden schlechter ab.

... Military researchers have found that two groups of personnel are particularly good at spotting anomalies: those with hunting backgrounds, who traipsed through the woods as youths looking to bag a deer or turkey; and those who grew up in tough urban neighborhoods, ...

Bei Computerspielern verhält es sich nämlich folgendermaßen:

... Video game enthusiasts are narrower in their focus, as if the windshield of their Humvee is a computer screen. "The gamers are very focused on the screen rather than the whole surrounding," ...

Ich bezweifel aber, dass die Deutschen "Experten" überhaupt kritikfähig sind und neue Erkenntnisse - die ihrem Weltbild widersprechen - zulassen werden ...

[1] Das US Militär hat einen Ego-Shooter unter dem Namen  "Americas Army" entwickelt. Dieser soll jungen Menschen ein positives Bild der US Armee zeigen. Aber auch der Rekrutierung von jungen Menschen dienen.  Propaganda Vorwürfe wurden laut.